Mi vida fabulosa en Chile!

Organisation

18. November 2009

Ich habe mich dazu entschlossen, euch schon an meinen Vorbereitungen teilhaben zu lassen. Zuerst möchte ich, für die die es interessiert, noch kurz erzählen, wie es überhaupt dazu gekommen ist, dass ich nach Chile gehe. Seit der 8. Klasse habe ich jetzt spanisch in der Schule, irgendwann haben wir dann Lateinamerika durchgenommen, ab da war für mich klar, dort muss ich hin! Die Idee, für ein Jahr dort zu leben, ist dann so über die Jahre in mir herrangereift und irgendwann kam der Zeitpunkt, an dem es dann ernst wurde. Ich habe angefangen mich über das Internet über die verschiedenen Möglichkeiten und Länder zu informieren und bin schließlich auf Chile gestoßen, ich war sofort fasziniert von diesem langen, schmalen Land, das einem einfach so viel zu bieten hat. Nun galt es also nur noch eine Auswahl bezüglich der Tätigkeit zu treffen, Au-pair kam für mich nicht in Frage, ich denke ganz einfach aus dem Grund, weil man als Au-pair einfach keine wirklich soziale Tätigkeit ausübt, in der Hinsicht, das man bedürftigen Menschen helfen kann. Denkt jetzt aber bloß nicht, dass ich glaube mit meinem Schaffen die Welt verändern zu können, nein, mir ist schon klar, dass nur weil ich nach Chile gehe und ein paar Kindern helfe, sich nicht das Land komplett verändern wird. Es soll mehr eine Art Denkanstoß für die Menschen sein, so nach dem Motto “Hey hier ist jemand, und der interessiert sich für dich!”. Ich denke, man muss den Menschen einfach nur zeigen, dass sie nicht verloren sind, wenn sie das begriffen haben, werden sie selbst weiterwissen. So, jetzt bin ich aber genug vom Thema abgekommen. Also für mich war nun klar ein freiwilliges soziales Jahr muss her. Ich habe mich dann wieder informiert, diesmal über die verschiedenen Organisationen und Unterstützung, die es vom Staat gibt. Ich bin dann auf www.weltwärts.de gestoßen, eine Seite vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Durch diese Seite werden die Freiwilligen finanziell und moralisch unterstützt. Jetzt ging es ans Bewerbungen schreiben, man muss sich nämlich nicht, wie viele bei weltwärts direkt bewerden, sondern bei der jeweiligen Entsenderorganisation, die von weltwärts unterstützt wird. Ich habe natürlich ein paar Absagen bekommen und manche haben sogar nie geantwortet. Das war ziemlich frustrierend. Doch als ich die Hoffnung schon fast aufgegeben hatte, kam sie dann, die Einladung zum Vorstellungsgespräch und zwar von www.Amntena.de. Ich bin also dorthin gefahren und habe mich vorgestellt, und es lief ziemlich gut, wirklich. Noch am selben Tag habe ich eine Zusage bekommen. Jetzt war es also soweit, ich würde wirklich nach Chile gehen, jetzt wurde die Sache verdammt ernst. Es gibt kein Zurück. Vor kurzem war ich auf dem ersten Vorbereitungstreffen, dort habe ich dann die anderen Freiwilligen kennengelernt, ich alle sehr nett sind. Ich habe erfahren, dass ich mit 3 anderen Jungs, die auch bei mir im Projekt sind in einer WG wohnen werde. Das könnte lustig werden. Ein weiteres großes Thema, war der Förderkreis, den jeder von uns aufbauen muss. Da weltwärts nur 75% der entstehenden Kosten übernimmt, muss jeder Freiwillig einen Spendenkreis aufbauen, und sich so um die restlichen 25% (2600 Euro) selbst kümmern. Sollte ein Freiwilliger es nicht schaffen, das Geld zusammenzubekommen, wird der Betrag durch andere Spenden oder Leute die mehr gesammelt haben abgedeckt. Also kein Grund zur Panik! Wie ihr seht, ist es also wirklich kein Zuckerschlecken und es bedarf einer genauen Organisation und Vorbereitung, und es ist vor allem verdammt viel Arbeit. Ich will es keinen ausreden, aber man sollte es sich wirklich gut überlegen, ob man sowas machen will, ich habe es bis jetzt noch nicht bereut.



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